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Vogelpark Detmold Heiligenkirchen

Vor gut zwei Wochen haben wir einen Ausflug zum Vogelpark nach Detmold gemacht. Es war ein sonniger, aber doch recht kühler Tag. Da wir uns erst ziemlich spät dazu entschlossen hatten diesen Ausflug zu machen, sind wir zusammen mit Freunden erst kurz vor 15 Uhr in den Park rein. Gleich zu Beginn wurde man von etlichen Kinderwagen, herumrennenden Kleinkindern und Eltern vom Weg gedrängt. Wir blieben gleich am Anang des Parks am Sammelpunkt und warteten auf den Pfleger, der ab 15 Uhr einen Rundgang mit Fütterung starten wollte. Da der Sammelplatz im Schatten lag, war es doch recht frisch. Dann kam er mit einem kleinen, voll beladenen Bollerwagen daher und erzählte ein wenig zum Park. Die Kinder waren natürlich ungeduldig, schließlich wollte man bunte Vögel sehen und nicht einem Erwachsenen zuhören der was erzählt, was man eh nicht versteht.

Wir schoben uns über den kleinen Weg zur ersten Voliere mit kleinen Fasanen. Dann gings weiter zu den Kranichen. Ich mag Kinder, sogar sehr gerne, aber es ist unglaublich wie dämlich sich die Erwachsenen verhalten. Dadurch wurde der Rundgang doch sehr anstrengend. Zwischendrin konnte jeder einmal Füttern, Mehlwürmer und Hühnerbeine waren jetzt allerdings nicht DAS Futtermittel, was ich gerne anfassen wollte. Ausserdem kam man an den Pfleger nicht dran, weil vor ihm die Kinder und direkt dahinter wie Soldaten die Eltern mit den Kinderwagen und Fotoapparaten standen. Also versuchten wir aus der Ferne so viel wie möglich von dem mitzubekommen, was der Pfleger erzählte.

Es ging weiter zu den Nandus. Laufvögel. Dann weiter zu den Pelikanen, was ich mir aufgrund des wirklich beißenden und ätzenden Amoniakgeruchs dann doch ersparte. Ich wartete in einiger Entfernung vom Gehege und beobachtete die frei herumlaufenden Seidenhühnchen und Enten. Um mich herum tosender Lärm der vielen Kinder.

Weiter gings zur Aufzuchtstation. Alles sehr interessant, leider habe ich den Pfleger aufgrund der Entfernung und des Krachs nicht verstanden. Er hat aber Küken in der Hand gehabt, welche man auch mal auf die Eigene nehmen durfte. Wieder nur Kinder, die völlig unsicher den kleinen Babyhühnern die Federn platt drückten. Naja… Es ist nichts passiert. Dann war die Führung zu Ende. Wir standen vor der wahrscheinlichen Hauptattraktion. Hier plusterten sich in der Kälte die bunten Papageien und Kakadus frei auf den Sitzstangen zwischen den rennenden, schreienden und sich schnell bewegenden Kindern. Ein großes Schild wies darauf hin, das man die Tiere nicht von alleine auf die hand nehmen sollte und auch nicht anpacken sollte. Der Pfleger würde herumgehen und einem ein Tier geben. Und wieder einmal habe ich mich maßlos über viele idiotische Eltern aufgeregt, die die Tiere zu einem Spielzeug degradiert haben und sich in keinster Weise an die Regeln gehalten haben. Hier wurde von Kindern wie Erwachsenen gegrabscht, angetatscht und die Arme an die Tiere gedrückt… Das kein Kind von einem der großen Schnäbel gebissen worden ist, grenzte an ein Wunder. Aber warhscheinlich waren die Tiere schon so abgestumpft, das es eh nichts mehr ausmacht. Ich habe jedenfalls brav gewartet und als der Pfleger mit einen grünen Vogel auf die Hand setzte war es schon ein sehr schönes Erlebnis. Er wanderte gleich langsam auf meine Schulter und beäugte mich mit skeptischen Blicken. (Fotos folgen)

Auch die anderen Vögel konnte man aus nächster Nähe betrachten. Schade nur, das man deutlich gesehen hat, das die Tiere in der kalten Frühlingsluft deutlich gefroren haben. Auch das Verhalten der Erwachsenen als Vorbild war wirklich enttäuschend. Warum einige der Tiere deutlich kahle Stellen oder Fehlbildungen des Schnabels hatten kann ich auch nicht sagen. Entweder die Tiere sind wegen dem Stress krank gewesen oder sie sind vom Park aufgenommen worden, weil die niemand sonst haben wollte. Ich weiss es nicht.

Weiter gings in die Voliere der Kleinvögel. Wellensittiche, Zebrafinken und Kleinpapageien. Hier konnte man sich für 20 Cent eine handvoll Vogelfutter ziehen und dann hieß es warten und die Hand in die Höhe zu strecken, bis die Vögel von alleine kamen. Manch einer hatte Glück, manch einer nicht. Ich hatte einen Wellensittich der zu mir kam und am Ende einen Nymphensittich der aber lieber an meinen Haaren roch als sich für das Futter in meiner Hand interessierte.

Dann waren wir auch eigentlich schon durch. So riesig ist der Park nicht.

Der Eintritt mit 6,50 Euro ist gerechtfertigt, weil sich der Park komplett selbst finanziert.
Die Vögel scheinen nicht immer im guten Zustand zu sein, was aber auch an der Mauser oder an der Kälte gelegen haben könnte. Die Pfleger haben sich schon sehr um die Tiere gekümmert. Der Erlbnisfaktor, den Tieren so nahe sein zu können, ist schon sehr hoch, wenn man sich von den ganzen schreienden und umherrennenden Kindern und Erwachsenen nicht stören lässt. Ob das so gut für die Vögel ist, ist eine Andere Sache.

Mein Fazit: Es ist ein Ausflug wert, wenn man in der Nähe wohnt. Für weite Anreisen ist der Park zu klein und dann sollte man noch weitere Ziele ansteuern. Zweimal muss man nicht hin. Geht nicht am Wochenende rein wenn ihr euch die Tiere in Ruhe anschauen wollt.

http://www.vogelpark-heiligenkirchen.de

Artikel Quelle: http://www.ilona-mura.de/?p=1693

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